top of page
  • AutorenbildSandra Künzler

Der Feind in meinem Kopf

Kennst du das, obwohl du dir etwas vornimmst und ernsthaft etwas verändern möchtest, schaffst du es nicht und endest immer wieder am selben Ort?


Selbstsabotierendes Verhalten bezieht sich auf absichtliche Handlungen (oder Untätigkeit), die den Fortschritt einer Person untergraben und sie daran hindern, ihre Ziele zu erreichen. Selbstsabotage tritt auf, wenn Menschen ihren eigenen Erfolg behindern.


Auch wenn es überraschend erscheint, untergraben manche Menschen ihre eigenen guten Absichten und langfristigen Ziele. Wenn Menschen diese destruktiven Schritte unternehmen, kann sich ihr schädliches Verhalten negativ auf fast alle Bereiche ihres Lebens auswirken, einschliesslich ihrer Beziehungen und ihrer Karriere.


Was sind die Ursachen für selbstsabotierendes Verhalten?


Menschen behindern ihren Fortschritt aus einer Vielzahl von Gründen. Sie können bewusst oder unbewusst Handlungen der Selbstsabotage begehen. Die Ursachen reichen von traumatischen Erlebnissen in der Kindheit über geringes Selbstwertgefühl bis hin zu früheren Beziehungsproblemen.


Menschen, die sich selbst sabotieren, können sich ihrer Handlungen bewusst sein, wie zum Beispiel jemand, der übergewichtig ist und eine Diät macht, und seine guten Bemühungen bewusst sabotiert, indem er eine ganze Tafel Schokolade isst.


Oder die Person handelt unbewusst und verpasst einen Abgabetermin bei der Arbeit. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als sei sie einfach zu spät dran. Aber in Wahrheit hat sie Angst vor dem Versagen, oder denkt sie ist nicht gut genug für die Aufgabe. Sie sabotiert sich selbst, indem sie den Abgabetermin verpasst, und torpediert beispielsweise ihr Ziel, in der Firma aufzusteigen.


Typische Beispiele für Selbstsabotage sind Prokrastination (Aufschieberitis), Perfektionismus und Selbstmedikation.


  • Prokrastination

Durch Prokrastination einer Entscheidung musst du zum Beispiel keine Verantwortung für die Konsequenzen übernehmen. Die Ursache für das Auschieben einer bestimmten Aufgabe kann daran liegen, dass du Angst hat, andere zu enttäuschen, zu versagen oder Erfolg zu haben.


  • Perfektionismus

Wenn du an dir selbst unmögliche Massstäbe anlegst und unrealistische Ziele setzt, führt dies zu Verzögerungen und Rückschlägen. Es scheint zwar eine positive Strategie zu sein, darauf hinzuarbeiten, alles unter Kontrolle zu haben, aber Perfektionismus behindert den Erfolg. Wenn etwas schief geht, was unweigerlich der Fall sein wird, sind Perfektionisten enttäuscht, schämen sich, machen sich Vorwürfe, und im schlimmsten Fall kann dies zu psychischen Problemen führen.


  • Negativer innerer Dialog

Menschen stellen oft viel höhere Ansprüche an sich selbst als an andere. Wenn sie diesen Ansprüchen nicht gerecht werden, kritisieren sie sich und machen sich schlecht. Klassische negative Glaubenssätze sind zum Beispiel:


"Ich kann nichts richtig machen."

"Ich werde es nicht schaffen, warum sollte ich mich also anstrengen?"

"Wow, ich habe es wirklich vermasselt. Ich bin furchtbar!"


Solche Sätze nagen am Selbstvertrauen und führen dazu, dass auch zukünftige ähnliche Situationen zum scheitern verurteilt sind.


Weitere typische Beispiele:

  • Mangelnde Selbstachtung, die dazu führen kann, dass man nicht glaubt, dass man es verdient, Erfolg zu haben.

  • Selbstzerstörerische Verhaltensweisen wie übermässiger Alkoholkonsum, Drogenmissbrauch oder Essstörungen, die langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben können.

Wie kommst du gegen Selbstsabotage an?


Es gibt verschiedene Strategien, um gegen Selbstsabotage anzugehen und sich selbst zu unterstützen, anstatt sich im Weg zu stehen. Hier sind einige Möglichkeiten:

  1. Bewusstsein schaffen: Identifiziere, welche Verhaltensweisen oder Gedankenmuster dazu beitragen, dass du dich selbst sabotierst. Achte darauf, welche Muster immer wieder auftreten und notiere sie.

  2. Verändere deinen inneren Dialog: Achte darauf, welche negativen Selbstgespräche du führst und wie du über dich selbst denkst. Versuche, diese Gedanken durch positivere und unterstützendere Gedanken zu ersetzen. Verwende positive Affirmationen und wiederhole sie regelmässig, um deine Selbstachtung zu verbessern.

  3. Setze realistische Ziele: Erstelle einen Plan, um diese zu erreichen. Achte darauf, dass deine Ziele erreichbar sind, dennoch herausfordernd genug, um motiviert zu bleiben.

  4. Small Steps: Beginne mit kleinen Schritten, um deine Ziele zu erreichen, anstatt alles auf einmal zu versuchen. Dies kann dazu beitragen, dass du dich nicht überwältigt fühlst und dich dadurch nicht selbst sabotierst.

  5. Suche Unterstützung von Freunden, Familie oder einem professionellen Coach, um dir dabei zu helfen, negative Verhaltensmuster zu identifizieren und positive Veränderungen herbeizuführen.

Sharing is caring! Wenn dir das gefallen hat, teile den Artikel gerne mit deinem Netzwerk!







Comments


bottom of page