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  • AutorenbildSandra Künzler

Bist du ein Wellbeing Performer?



In einer Welt, in der der Druck und die Anforderungen am Arbeitsplatz stetig wachsen, rückt Wellbeing immer stärker in den Vordergrund. Unternehmen erkennen zunehmend, dass nachhaltige Leistung nicht nur durch harte Arbeit und lange Arbeitszeiten erreicht wird, sondern vielmehr durch das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter verbessert wird.


Dennoch herrscht immer noch ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Wohlbefinden und Höchstleistung sich gegenseitig ausschliessen, und nicht nebeneinander existieren können. Dein eigenes Wellbeing und Selbstfürsorge sind nichts, das du dir erst verdienen musst, sondern es ist die Voraussetzung dafür, dass du Leistung erbringen, und deine beste Version leben kannst.


Wellbeing am Arbeitsplatz bezieht sich auf das allgemeine Wohlbefinden der Mitarbeiter, das durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, darunter die Arbeitsumgebung und das soziale Umfeld, die Arbeitsbedingungen, der Führungsstil, psychologische Sicherheit, die Sinnhaftigkeit der Arbeit, persönliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten, Anerkennung und Lob.


Eine Kultur des Wellbeings bedeutet ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter nicht nur produktiv, sondern auch glücklich und gesund sind. Dies führt zu einer Reihe von Vorteilen für das Unternehmen, die messbar sind, darunter erhöhte Produktivität, geringere Fehlzeiten, verbesserte Mitarbeiterbindung und eine stärkere Unternehmensmarke.


Entwicklung einer High-Performance-Routine


Eine High-Performance-Routine erfordert eine Balance zwischen Arbeit und Erholung. Mitarbeiter werden ermutigt, regelmässige Pausen einzulegen, um Überarbeitung und Burnout zu vermeiden. Flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, sind ebenfalls wichtig um auf die Bedürfnisse der einzelnen Mitarbeiter einzugehen. Darüber hinaus ist es wichtig, eine Kultur der Anerkennung zu schaffen, in der Erfolge gefeiert und Mitarbeiter für ihre Arbeit gewürdigt werden.


Ich arbeite täglich mit Menschen, die ihr Stress Management verbessern wollen, die resilienter und produktiver werden wollen. Meine Klientinnen wollen alle leisten und erfolgreich sein, aber eben nicht um jeden Preis!


Ich stelle mehr und mehr fest, dass viele Menschen versuchen eine gesunde Balance zwischen Arbeit, Familie und Freizeit zu erzielen. Die mentale Gesundheit wird mehr und mehr priorisiert, Meditation, Achtsamkeitstraining, Atemübungen sind auf dem Vormarsch, es gibt unzählige Angebote und Trainings, die die mentale Gesundheit fördern. Es gibt mittlerweile genügend Wissen und gute Literatur zum Thema Schlaf, der zentrale Faktor für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Durch Selbstreflexion lernen Menschen ihre eigenen Grenzen zu erkennen und zu respektieren.


Meine Erfahrung zeigt allerdings, dass viele Mitarbeiter in ihren Unternehmen gegen Windmühlen kämpfen, denn es reicht nicht aus, wenn das neue Mindset nur auf individueller Ebene entwickelt wird.


Auf Unternehmensebene muss eine Kultur geschaffen werden, die Wellbeing als klaren Wettbewerbsvorteil ansieht und dementsprechend gefördert wird. Dafür reichen bezahlte Yoga Lektionen und Obstkörbe längst nicht aus.


Wie kann gesundes Leisten gefördert werden?


Gesundes Leisten kann auf verschiedene Weisen gefördert werden, indem man auf die physische, psychische und emotionale Gesundheit der Mitarbeiter achtet. Unternehmen können Programme zur Förderung einer gesunden Ernährung, regelmässigen Bewegung und ausreichendem Schlaf anbieten. Neue Anreizsysteme, die mehr Freizeit und zusätzliche Urlaubstage bieten, anstatt reiner monetärer Anreize.


Dies alleine reicht aber nicht, denn es braucht ein neues Mindset in Unternehmen, eine Kultur in der Vorgesetzte vorleben, dass nur gesundes Leisten nachhaltig ist.


Ebenso wichtig ist die Förderung der psychologischen Sicherheit am Arbeitsplatz, ein Konzept, das den Rahmen für Vertrauen und Inklusion ermöglicht. Psychologische Sicherheit beschreibt das Gefühl, dass man in einem Team bedenkenlos seine Meinung äussern kann. Ein Arbeitsklima, indem sich Menschen sicher und unterstützt fühlen, auch mal einen schlechten Tag haben dürfen und offen zu ihren Schwächen stehen können.


Führungskräfte ermöglichen psychologische Sicherheit indem sie eine offene Kommunikation fördern und eine positive Fehlerkultur unterstützen.


Auch auf Team-Ebene ist die Förderung eines unterstützenden und kooperativen Teamumfelds entscheidend. Teams sollten ermutigt werden, gemeinsame Ziele zu verfolgen und sich gegenseitig zu unterstützen.


Vorteile einer Wellbeing-Performance-Kultur


Eine Kultur, die Wellbeing und Performance vereint, führt zu mehr Erfüllung und Erfolg sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter. Mitarbeiter, die sich wohl und unterstützt fühlen, sind motivierter, engagierter und produktiver.

Für Unternehmen bedeutet dies eine höhere Mitarbeiterbindung, eine stärkere Marke und letztendlich bessere Betriebsergebnisse.


Wir wissen, dass glücklichere Menschen produktiver sind. Erschöpfungszustände und Depressionen haben erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen und kosten die Weltwirtschaft jährlich bis zu 1 Billion Dollar an Produktivitätsverlusten.


Es geht nicht nur um die krankheitsbedingte Abwesenheit, die den Unternehmen schadet. Der sogenannte Präsentismus bedeutet, dass man trotz Krankheit am Arbeitsplatz ist, und dementsprechend die Performance darunter leidet. Dies verursacht hohe Kosten durch Produktivitätsverluste. Obwohl die geschätzten Kosten des Präsentismus enorm sind, wird er von den Arbeitgebern nicht so genau unter die Lupe genommen.


Die Förderung von mentaler Gesundheit am Arbeitsplatz erfordert Engagement und Investitionen seitens der Unternehmen. Es gibt genügend Studien, die aufzeigen, dass die Vorteile die Kosten bei weitem überwiegen. Indem Unternehmen in das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter investieren, investieren sie in ihren eigenen langfristigen Erfolg.


Teile diesen Artikel gerne mit Menschen, die zu mehr Wellbeing in Unternehmen beitragen können!

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