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  • AutorenbildSandra Künzler

Selbstsabotage erkennen und durchbrechen

Das Leben legt uns oft Steine in den Weg, die es uns schwieriger machen, bestimmte Ziele zu erreichen. Der grösste Felsbrocken auf deinem Weg bist aber häufig du selbst!


Du hast ein Date, und bist ernsthaft an diesem Menschen interessiert. Dennoch verhältst du dich abweisend und kühl. Du hast dir vorgenommen dich gesund zu ernähren, dennoch schafft es dein Unterbewusstsein dich in Stresssituationen dazu zu bringen, eine ganze Tafel Schokolade zu verschlingen


Was ist Selbstsabotage?


Selbstsabotage ist ein eigenartiges Phänomen. Es bezeichnet das Verhalten, bei dem wir uns selbst im Weg stehen oder uns absichtlich daran hindern, unsere eigenen Ziele und Träume zu erreichen. Diese destruktiven Handlungen oder Gedanken können bewusst oder unbewusst sein und führen oft zu Frustration, Enttäuschung und dem Gefühl, auf der Stelle zu treten. Selbstsabotage ist eine der häufigsten Ursachen, warum Menschen ihre Ziele nicht erreichen, was zur Konsequenz hat, dass ihr Selbstvertrauen sinkt. Mehrere Misserfolge führen zu Versagsenängsten und mentalen Blockaden.


Ursachen von Selbstsabotage


Bevor wir tiefer in das Thema eintauchen, sollten wir uns die Ursachen von Selbstsabotage genauer ansehen. Die Gründe für selbstzerstörerisches Verhalten können vielfältig sein:


1. Geringes Selbstwertgefühl:

Ein niedriges Selbstwertgefühl kann dazu führen, dass wir uns selbst nicht zutrauen, Erfolg zu haben. Wir glauben vielleicht, dass wir es nicht verdienen oder es sowieso nicht schaffen werden, also verhindern wir unseren eigenen Erfolg, um diese negativen Überzeugungen zu bestätigen. Das ist für unser Gehirn einfacher, als sich mit einer neuen Realität auseinanderzusetzen.


2. Angst vor Versagen:

Die Angst vor dem Versagen kann uns lähmen. Wir sabotieren uns selbst, um möglichen Misserfolg zu vermeiden. Es ist paradox, aber manchmal erscheint uns das Scheitern weniger schmerzhaft als der Versuch, erfolgreich zu sein und dann eventuell zu scheitern.


3. Angst vor Erfolg:

Ja, du hast richtig gelesen. Manche Menschen haben Angst davor, erfolgreich zu sein. Erfolg bringt Veränderungen mit sich, Verantwortung, Druck und manchmal sogar Neid von anderen. Je höher jemand aufsteigt, desto tiefer kann er fallen. Es ist härter an der Spitze zu bleiben als dorthin zu kommen. Deshalb vermeiden Menschen ihren Erfolg bereits im Ansatz.


Symptome der Selbstsabotage


Diese können von Person zu Person unterschiedlich sein, aber hier sind einige häufige Anzeichen:


1. Prokrastination:

Immer wieder Aufgaben aufschieben, bis es fast zu spät ist, ist ein klassisches Anzeichen von Selbstsabotage. Du machst alles viel komplizierter als es ist, und suchst ständig nach der perfekten Lösung für ein Problem, um es dann letztlich doch wieder zu verschieben.

Du verhinderst, dass du erfolgreich sein kannst, indem du Dinge vor dir herschiebst.


2. Selbstzweifel:

Wenn du ständig an dir zweifelst und dich auf vergangene Misserfolge fokussierst, stehst du dir selbst im Weg, und dein Selbstvertrauen leidet stark darunter.


3. Selbstsabotage im zwischenmenschlichen Bereich:

Beziehungen sind anfällig für Selbstsabotage. Zum Beispiel könntest du dich von Menschen distanzieren, die dir wichtig sind, aus Angst, verletzt zu werden.


4. Selbstmedikation

Manche Selbstsaboteure neigen unbewusst zu Drogen- oder Alkoholkonsum, um zu vermeiden, dass sie mit schwierigen Emotionen umgehen oder vergangene Traumata verarbeiten müssen.


Bewusste und Unbewusste Selbstsabotage


  • Grosse Ziele

Du setzt dir lebensverändernde Ziele, investierst aber wenig bis gar keine Zeit und Arbeit um diese zu erreichen. Bereits nach dem ersten Rückschlag gibst du auf, und bist dann frustriert, dass du deine Ziele nicht erreichst.


  • Sabotage von Beziehungen:

Du bist dir bewusst, dass deine Eifersucht und Unsicherheit deine Beziehung gefährden kann, aber du kannst nicht aufhören, deinen Partner zu kontrollieren und zu hinterfragen.


  • Selbstsabotage bei der Arbeit

Du machst ständig Überstunden, obwohl du weisst, dass du eine gesunde Work-Life-Balance brauchst. Deine Angst vor Versagen treibt dich dazu, dich selbst bis zur Erschöpfung zu treiben.


Bei der unbewussten Selbstsabotage spielen sich diese Verhaltensmuster eben unbewusst ab, was es etwas schwieriger macht, sie aufzudecken.


  • Selbstsabotage durch Perfektionismus

Du bist dir nicht bewusst, dass deine obsessiven Bemühungen, alles perfekt zu machen, dich daran hindern, Aufgaben abzuschliessen und erfolgreich zu sein.


  • Vermeidung von Chancen

Du hast unbewusst Angst davor, neue Chancen zu ergreifen, weil du Angst vor Veränderungen und dem Ungewissen hast. Damit verschenkst du dein eigenes Potenzial.


  • Negative Selbstgespräche

Du merkst nicht, wie oft du dir selbst einflüsterst, dass du nicht gut genug bist, und wie diese Gedanken deine Entscheidungen und Handlungen beeinflussen.


  • Angst vor falschen Entscheidungen

Wenn viel auf dem Spiel steht, stecken wir häufig fest und können keine Entscheidung fällen. Weil du diese Spannung nicht aushältst, versuchst du diesen Konflikt unbewusst zu lösen, indem du dir beide Möglichkeiten verbaust, und zum Beispiel eine Frist verstreichen lässt oder krank wirst.


Selbstsabotage überwinden


1. Selbsterkenntnis

Erstmal geht es darum, das Muster hinter der Selbstsabotage zu erkennen. Wenn du beispielsweise immer wieder Aufgaben vor dich herschiebst, frage dich, warum du das tust. Hast du Angst vor Fehlern oder deinem Erfolg?

Überprüfe, warum du nicht an deinen Erfolg glaubst, oder was dir fehlt in deinem Leben.

Häufig geht es um nichterfüllte Bedürfnisse oder Ängste, die zu Selbstsabotage führen.


2.Selbstvertrauen entwickeln

Versuche immer wieder dich deinen Ängsten zu stellen. Probiere etwas Neues und verlasse deine Komfortzone. Setz dir kleine, realistische Ziele und erstelle einen Massnahmenplan.


3. Mitgefühl

Anstatt dich selbst zu kritisieren, sei mit dir selbst geduldig und mitfühlend. Verstehe, dass wir alle Fehler machen und dass du das Potenzial hast, dich zu verändern. Du bist dein bester Freund und der ist unterstützend und macht andere nicht fertig. Er ist da, wenn du ihn brauchst.


4. Negative Glaubenssätze überwinden

Glaubenssätze sind Überzeugungen über dich und die Welt, die meist früh in der Kindheit, unbewusst entstehen.

Negative Glaubenssätez schränken uns ein und hindern uns daran bestimmte Ziele zu erreichen.

Arbeite aktiv daran, negative Glaubenssätze über dich selbst zu identifizieren und zu ersetzen. Ersetze zum Beispiel "Ich kann das nicht" durch "Ich kann es schaffen".


5. Unterstützung suchen

Manchmal ist es hilfreich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, sei es in Form von Coaching, Therapie oder Selbsthilfebüchern. Ein externer Blick kann neue Einsichten bringen. Gerade wenn es darum geht negative Glaubenssätze aufzulösen, ist ein Coaching die effektivste und effizienteste Lösung.


Selbstsabotage ist ein verbreitetes Phänomen, das uns daran hindern kann, unser volles Potenzial auszuschöpfen. Es ist wichtig, sich der Ursachen und Symptome bewusst zu sein und aktiv daran zu arbeiten, selbstzerstörerische Gewohnheiten zu überwinden.


Bist du ein Selbst-Saboteur?


  • Du fragst dich oft, warum die Dinge nicht so laufen wie geplant

  • Du hinterfragst dich oft oder zweifelst an dir selbst

  • Du versuchst nicht einmal, dein Ziel zu erreichen

  • Du ertappst dich dabei, dass du Dinge tust, die das Gegenteil von dem bewirken, was du wolltest

  • Du glaubst, dass du nicht mehr verdienst und verhältst dich so, dass du diese Überzeugung unterstützt


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